Die Instandsetzung von Industrieböden in Kühl- und Tiefkühlhäusern stellt den Anwender vor extreme Anforderungen. Einerseits fordert die moderne Logistik heute technische Lösungen, die eine Behinderung oder Unterbrechung der Nutzung - wenn überhaupt - nur kurzzeitig erforderlich machen und den Warenfluss nur unwesentlich stören. Andererseits müssen diese Instandsetzungen wirtschaftlich effizient und kostengünstig auszuführen sein, ohne die Sicherheitsanforderungen und die Dauerhaftigkeit der Reparatur zu vernachlässigen. Damit scheiden Reparaturmörtel für Instandsetzungen in Kühl- und Tiefkühlhäusern aus, die Verarbeitungs- und Abbindetemperaturen benötigen, die von den betrieblichen Boden- und Umgebungstemperaturen abweichen oder aber Normaltemperaturen oberhalb von 0 °C voraussetzen. Ein Auffrosten von Kühl- und Tiefkühlhäusern mit vollständiger Räumung der Lagerware oder eine partielle Auslagerung mit Einhausung der Schadenbereiche zur Temperaturanhebung ist kosten- und zeitintensiv, beeinträchtigt die Nutzung wesentlich und ist immer mit Risiken für die Bausubstanz verbunden. Reparaturmörtel zur Anwendung in Kühl- und Tiefkühlhäusern müssen daher geeignet sein, eine dauerhafte Reparatur ohne Änderung der Betriebs-, Boden- und Umgebungsparameter zu ermöglichen. Diese Reparaturmörtel sollten gleichzeitig so beschaffen sein, dass ihre einfache Verarbeitung die Verwendbarkeit durch das Betriebspersonal der Kühl- und Tiefkühlhäuser oder einen Fremdhandwerker jederzeit gewährleistet, ohne ein spezialisiertes Fachunternehmen beauftragen zu müssen. Herkömmliche zementgebundene Reparaturmörtel und Materialien mit Wasseranteilen scheiden temperatur- und frostbedingt regelmäßig aus, da ihre Abbindung in Kühl- und Tiefkühlhäusern nicht erfolgt. Reparaturmörtel und Beschichtungsmaterialien auf der Basis von Kunstharzen erfordern vielfach eine Verarbeitung und Abhärtung im Normaltemperaturbereich oberhalb von 0 °C oder sind für eine Verwendung bei üblichen Betriebstemperaturen in Kühl- und Tiefkühlhäusern von -24 °C bis -26 °C herstellerseitig nicht geeignet. Gleichzeitig muss hier der Anwender vielfach sicherstellen, dass chemische Inhaltsstoffe durch Ausdünstung keine Beeinträchtigung für Personal und Lagerware für die Dauer der Verarbeitung und Abhärtung darstellen können. Schränken diese Kriterien bereits das Spektrum möglicherweise geeigneter Reparaturmörtel für Instandsetzungen in Kühl- und Tiefkühlhäusern erheblich ein, so ist weiterhin zu fordern, dass die Verarbeitung der Materialien praxisorientiert gewährleistet wird. Vorzusehende besondere Schutzmaßnahmen für das ausführende Personal wie erweiterter stoffbedingter Atemschutz etc., ein Anmischen mehrerer Komponenten in exakter Abwiegung unter Baustellenbedingungen und die uneingeschränkte Einhaltung von Verarbeitungsvorgaben ohne die geringste Abweichung überfordern vielfach das Betriebspersonal oder Fremdhandwerker ohne besondere bauliche und materialbezogene Schulung. In der täglichen betrieblichen Praxis der Kühl- und Tiefkühlhäuser sind Reparaturmörtel mit derart weitgehenden Anforderungen meist nur bedingt einsetzbar und schließen Risiken für eine einfache und dauerhafte Reparatur vielfach nicht aus. Die praxisorientierte Forderung an Reparaturmörtel in Kühl- und Tiefkühlhäusern muss demnach eine weitestgehend herkömmlichen Materialien entsprechende Handhabung ohne Gefährdungspotential für Personal und Lagerware und ohne Risiken für ein Fehlschlagen der Instandsetzung umfassen. Gleichzeitig müssen diese Materialien aber auch den vielfältigen Anforderungen unterschiedlicher baustellenbedingter Gegebenheiten entsprechen. Stellen Estriche und Betondecken im Normaltemperaturbereich oberhalb von 0 °C nach der vorgesehenen Nutzung sowie der zu erwartenden Druck- und Zug-Belastung Anforderungen an die Mischung und Körnung, so trifft dies auf Nieder- und Tieftemperatursektionen gleichfalls zu. Estrich- und Betonreparaturen an beschädigten Einfahrten oder Hallenübergängen ohne / mit Unterfrierschutz / Fahrwegheizung, die Instandsetzung von Dehnungsfugen ohne / mit Fugenprofilen, die Montage oder Reparatur von Lagereinrichtungen, die niveaugerechte Verfüllung von Ausbrüchen und Rissen in Fahrwegen umfassen unterschiedliche Forderungsprofile, denen das Material gerecht werden muss, will man eine Vielzahl unterschiedlicher Reparaturmörtel mit verschiedenartiger Verarbeitung vermeiden. Materialien wie z. B. die Spezial-Baustoffe Fricon der Greenline Technology GmbH als mineralischer Hybridbeton für Instandsetzungen in Kühl- und Tiefkühlhäusern erfüllen diese Voraussetzungen, in dem die einfache Verarbeitungsweise herkömmlicher zementgebundener Reparaturmörtel lebensmittelverträglich und temperaturabgestimmt ermöglicht wird. Reduziert sich damit das Spektrum geeigneter Produkte erheblich, müssen diese Materialien aber auch kurzzeitig abhärten und abbinden. Nur Reparaturmörtel, die eine kurzfristige uneingeschränkte Nutzung nach wenigen Stunden ermöglichen, entsprechen der logistischen Hauptforderung - eine effiziente und wirtschaftliche Instandsetzung auf Dauer ohne Beeinträchtigung der betrieblichen Abläufe. Materialien wie Fricon tragen auch dieser Forderung Rechnung, in dem die uneingeschränkte Wieder-Inbetriebnahme von Reparaturbereichen in Kühl- und Tiefkühlhäusern nach kurzer Zeit möglich ist. Erfüllen Reparaturmörtel diese Grundvoraussetzungen heute nicht, ist ihre Verwendung in der betrieblichen Praxis vielfach zweifelhaft.
Autor: TP Internet Agentur



