Maschinenwerkzeuge, die als spezielle Bauform des Bohrkopfes das zu bearbeitende Material nicht zu Bohrmehl zerschlagen, werden als Bohrkronen bezeichnet. Die Bohrkronen zermalmen das Bohrmedium somit nicht zu Bohrklein, sondern schneiden es in Form eines Ringspaltes aus. Dadurch bleibt bei der Arbeit mit den Bohrkronen ein massiver Bohrkern erhalten.
Aus einem Becher in Zylinderform, der aus Werkzeugstahl hergestellt wird, bestehen die Bohrkronen. Dieser Bohrkronen-Becher hat einen offenen Rand, der über die eigentlichen Schneidwerkzeuge verfügt. Bestehen können diese Schneidwerkzeuge aus unterschiedlichen Materialien, was von den Anforderungen des zu bohrenden Materials abhängig ist. So können die Schneidwerkzeuge aus Diamantsegmenten, Schneidplatten oder Hartmetallsegmenten bestehen. Durch ein Gewinde wird die Schneidkrone auf einer Aufnahme montiert. Sie kann aber auch als Einheit fest mit dieser verbunden sein. Am Aufnahmeschaft werden die Bohrkronen in die Bohrmaschine eingespannt, während in der Aufnahme ein auswechselbarer Zentrierbohrer fixiert wird. Bohrkronen ähneln übrigens hinsichtlich ihres Aufbaus sehr den Lochsägen. Vor allem ist der Übergang zwischen beiden Werkzeugen im Bereich der diamantbesetzten Keramik- oder Glasbohrer fließend. Besetzt sind Bohrkronen mit Diamantsegmenten beziehungsweise Diamantsplittern, wenn mit ihnen Glas oder hartes Gestein bearbeitet werden soll. Dadurch können unter Wasserkühlung präzise Bohrungen ohne Schlagwirkung und mit niedrigen Drehzahlen durchgeführt werden. Für Durchbrüche größeren Durchmessers in Betonwänden und Betondecken werden Nassbohrkronen benutzt.
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Autor: Elizabeth Bourne




