Im Maschinenbau gibt es eine ganze Palette an verschiedenen Berufen. Wer sich daher als junger Mensch entscheidet, einen technischen Beruf zu ergreifen und später im Bereich des Maschinenbaus zu arbeiten – vielleicht auch deshalb, weil er weiß, dass dieses einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in Deutschland ist –, der steht immer noch vor der Qual der Wahl. Eine Möglichkeit ist zum Beispiel, Werkzeugmechaniker zu werden. Eine andere Möglichkeit stellt der Beruf des Industriemechanikers dar. Aber was hat man sich unter solchen Berufen denn vorzustellen? Der Werkzeugmechaniker stellt, wie das Wort schon sagt, Werkzeuge her. Der Industriemechaniker dagegen stellt natürlich keine Industrien her, sondern er baut Maschinen und ganze Anlagen, stellt sie ein und nimmt sie in Betrieb oder prüft sie.
Das betrifft sowohl Maschinen, die in Massenfertigung entstehen, als auch den Sondermaschinenbau, bei der Einzelstücke entstehen. Der Industriemechaniker – ebenso übrigens wie der Werkzeugmechaniker – kommt daher auch im Prototypenbau zum Einsatz. Unter einem Prototypen versteht man das erste Exemplar einer neuartigen Maschine. Manchmal dient er dazu, die Maschine auszuprobieren und letzte Fehler auszumerzen, bevor die Maschine dann in die Serienfertigung geht. Manchmal ist der Prototyp aber auch von Anfang an dazu bestimmt, ein Einzelstück zu bleiben. Ein neues Prinzip oder Konzept wird damit ausprobiert, anschließend – wenn der Prototyp funktioniert – wird die Maschine dann weiterentwickelt. Gerade im Sondermaschinenbau ist der Prototyp natürlich oft auch schon das eigentliche Ziel eines Projekts, da von Anfang an nur eine einzige Maschine gebaut werden soll. Man sieht, dass selbst nach der Entscheidung für den Maschinenbau im Ganzen und dann einen speziellen Beruf immer noch viele Wege offen stehen. Darüber sollte man sich schon frühzeitig Gedanken machen, denn beispielsweise der Industriemechaniker wird von Anfang an in bestimmten Einsatzgebieten ausgebildet – er sollte also möglichst von Anfang an wissen, was er später einmal tun will.
Autor: Andreas Mettler




