Eine Tragödie auf hoher See ereignete sich am 12. April 1912 als die HMS Titanic im Atlantik Unterging und über 1.800 mit in den Tod riss. Auf ihrer Jungfernfahrt rammte sie am besagten Tag einen großen Eisberg, der unterhalb der Wasserlinie den Rumpf der Titanic im Bugbereich zerstörte. Trotz der modernen Baumethode der Titanic und der verwendeten Schottbauweise konnten sie dennoch nicht vor ihrem Untergang bewahren. Es dauerte allerdings mehrere Stunden nachdem sie den Eisberg gerammt hat, bis die Titanic schließlich in die Tiefen des Atlantiks verschwand. Ohne die Schotten im Unterdeck hätte dieser Vorgang wahrscheinlich sehr viel kürzer gedauert, wodurch sich mehrere Hundert Menschen in die Rettungsboote in Sicherheit bringen konnten. Allerdings war die Titanic im Verhältnis mit viel wenig Rettungsbooten ausgestattet, sodass nur etwa die Hälfte der Passagiere generell einen Platz in ihnen finden konnte. Außerdem war das Kreuzfahrtschiff, das damals zum größten Vertreter seiner Bootsklasse gehörte, in strenge Klassen unterteilt, wodurch viele Reisende der unteren Klassen nicht die Chance hatten einen rettenden Platz in den Rettungsbooten zu ergattern. Das Unglück hatte des Weiteren von den Konstrukteuren verhindert werden können, weil die Titanic für ihre Größe und Masse ein verhältnismäßig viel zu kleines Ruder besaß. Die von den zuständigen Wachen vorhergesehene Kollision mit dem Eisberg hätte dementsprechend mit einem geeigneten Ruder umfahren und somit verhindert werden können. Die Havarie des damals größten Passagierschiffes der Welt ist in vielen verschiedenen Medien als Thema verarbeitet worden, wodurch sich viele Mythen um den Untergang bilden konnten – beispielsweise soll die Kapelle der Titanic bis zur letzten Sekunde gespielt haben, um die vorherrschende Panik nicht noch zu verschlimmern. Mit dem gleichnamigen Film „Titanic“ ging der Regisseur James Cameron in die Geschichtsbücher ein und entfachte ein neues Titanicfieber in der Gesellschaft. Der Untergang der HMS Titanic war eine der größten Tragödien, die von der Passagierschiffsfahrt verkraftet werden musste. Noch immer bleiben einige Fragen unbeantwortet und liegen in knapp vier Kilometern Tiefe auf dem Grund des Atlantiks.
Autor: Peter Becker


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