Die deutschen Telefonie- und DSL Anbieter machen, um neue Kunden für sich zu gewinnen, oft spektakuläre Sonderangebote. Sie verschenken dann nicht nur normale DSL Hardware an den Kunden, sondern hochwertige WLAN Modems, mit denen man ohne Kabelverbindungen surfen kann. Bevor man jedoch zugreift, sollte man sich Gedanken über seinen Bedarf machen. Man sollte sich überlegen, welchen DSL Tarif man braucht und welche Bandbreite man benötigt. Früher, vor ein paar Jahren, gab es auf dem Markt noch viele Volumentarife und Zeittarife. Bei einem klassischen Volumentarif ist das Volumen an Daten, die mit den DSL Anschluss pro Monat heruntergeladen werden dürfen, genau begrenzt. Diese Art des Tarifes ist definitiv nicht mehr zeitgemäß. Niemand möchte sich heutzutage noch Gedanken darüber machen, wie viel er beim Surfen im Internet herunterladen kann beziehungsweise darf. Da es kaum noch eine Nachfrage nach Volumentarifen gibt, werden diese von DSL Providern wie Arcor, 1und1, Tele2 und Freenet auch nicht mehr angeboten. Ähnlich verhält es sich mit den Zeittarifen. Bei diesen Tarifen durfte man beispielsweise nur 30 Stunden pro Monat surfen, oder aber 100 Stunden. Doch auch bei diesen Tarifen ist höchste Vorsicht geboten. Wird die erlaubte Zeit überschritten, fallen teure Minutengebühren an. Und wer das Internet zu schätzen weiß, der wird kaum Lust haben, ständig auf die Uhr zu schauen. Es empfiehlt sich, eine echte DSL Flatrate zu buchen. Dieser Tarif ermöglicht nämlich unbegrenztes Surfen ohne jegliche Begrenzungen bei Zeit und Volumen. Bei der Bandbreite hat man in Deutschland derzeit die Wahl zwischen vier Varianten. Für Einsteiger empfiehlt sich die Bandbreite DSL 1000. Sie ist 16 mal so schnell wie ein ISDN Zugang und obendrein sehr günstig. Für durchschnittliche Nutzer ist DSL 2000 ratsam. Mit dieser Bandbreite kann man nicht nur problemlos surfen, sondern auch den einen oder anderen Download ohne weiteres durchführen. Wer regelmäßig auch größere Dateien herunterladen will, etwa Spielfilme oder Software, sollte zu DSL 6000 greifen. DSL 16000 hingegen ist nur zu empfehlen, wenn man den DSL Zugang auch zum Fernsehen benutzt.
Autor: Manuel Meister
Email: m.meister@web.de


( 3 Vote, Ø4,67 von 5 )
