El Hierro ist wohl die naturbelassenste der kanarischen Inseln. Neben den großen Touristenzielen wie Teneriffa oder Gran Canaria geht es auf diesem Eiland noch etwa urtümlicher und gemütlicher zu. Im Jahr 2000 wurde ganz El Hierro von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt und steht damit unter besonderem Naturschutz. Aktuelle Planungen sehen bis zum Jahr 2011 sogar eine vollständige Versorgung der Insel mit erneuerbaren Energien vor. Bis zur Entdeckung Amerikas wurde auch der Verlauf des Nullmeridians auf El Hierro festgelegt, denn bis zu dieser Zeit galt die Insel als westlichstes Ende der Welt. Wie alle Kanaren ist El Hierro vulkanischen Ursprungs. Dies ist auch der Grund für die überaus farbenfrohe Pflanzenwelt der Insel, denn die Lavaanteile versorgen den Boden mit einem Überangebot an Nährstoffen. Das stets frühlingshafte Klima der Region tut sein Übriges dazu. Jedoch findet man eine üppige Vegetation eher in höheren Lagen der Insel, denn an den Küstengebieten gibt es zu wenig Wasser. Bei El Hierro Pauschalreisen verbringt man seine Zeit also am besten mit Wanderungen durch die üppigen Wälder. Dort gibt es allerhand zu entdecken, wie man auch hier nachlesen kann. Der Kanarische Drachenbaum gehört zu den imposantesten Pflanzenarten der Insel. Dieser pilzförmige Baum erreicht eine Höhe von bis zu 20 Metern und kann bis zu 1000 Jahre alt werden, wie ein berühmter Vertreter dieser Art auf der Nachbarinsel Teneriffa beweist. Auf El Hierro kann man zudem die vulkanischen Mondlandschaften erkunden, die noch aus jüngerer Zeit stammen. Bisher konnte sich dort noch keine fruchtbare Erde bilden und die bizarren Gesteinsformationen laden auf Pauschalreisen ebenfalls zu einem ausführlichen Spaziergang ein. Bei Pauschalreisen zu den Kanaren sollte man jedoch keine Angst vor Reptilien und Amphibien haben, denn Eidechsen in allen Größen sind hier sehr weit verbreitet. Schlangen gibt es hier zwar keine, doch Geckos und Frösche sieht man auf El Hierro beinahe überall. Weiterhin beheimatet El Hierro eine Vielzahl an Vogelarten. Einige davon sind vom Aussterben bedroht, wie etwa die Fischadler mit einer Flügelspannweite von bis zu 1,80 Metern. Diese kann man bei Pauschalreisen an den Steilwänden der Küste entdecken. Am besten nimmt man sich ein Fernglas mit, um die Tiere nicht beim Nisten zu stören.
Autor: Max Neugebauer




