Statikmischer findet man in jedem Haushalt, auch wenn es schwer fällt, das zu glauben. Der Begriff Statikmischer lässt einen an riesige Dimensionen denken und bringt man ihn in Zusammenhang mit Vakuumtechnik lässt er sich in den von jedem Menschen zu erlebenden Alltag gleich gar nicht mehr einordnen. Und doch begegnen einem immer wieder Maschinen, die nur auf Grund des Einsatzes dieser beiden Techniken am Ende das tun, was sie sollen. Jeder hat im Sommer schon einmal auf einem der zahlreichen Rummel Softeis aus dem Automaten gekauft und gestaunt, dass das immer die gleiche Konsistenz und den gleichen Geschmack hat. Softeis besteht aus Wasser, Milchpulver, Stabilisatoren und Geschmacksstoffen, die direkt in der Maschine miteinander gemischt und anschließend mit Luft verwirbelt und gekühlt werden. Zum Mischen der einzelnen Stoffe verwendet man Statikmischer. Das sind kleine Gebilde mit unterschiedlichen Formen, die physikalische Gesetze ausnutzen und dem Menschen das Quirlen der Zutaten abnehmen. Dabei kann man an diesen Stellen auch gleich noch andere Zutaten hinzugeben. Das geht über so genannte Injektionsstellen, die mit kombinierter Dosiertechnik dafür sorgen, dass die Zusammensetzung der Mischung immer gleich bleibt. Eine Vakuumpumpe, in dem Fall entweder eine Drehschieberpumpe oder Drehkolbenpumpe aus leicht zu reinigendem Edelstahl sorgt für den nötigen Unterdruck im Rohr und saugt die vorbereite Eismasse an. Dabei sorgt die Vakuumtechnik dafür, dass die Masse durch weitere Statikmischer gezogen wird, die als Wärmetauscher fungieren und die Eismasse kräftig kühlen. Danach wird die Masse durch einen weiteren Statikmischer gedrückt, der sie mit einem ordentlichen Schuss Luft mischt, bevor sie mit dem Dosierhebel auf die Waffel gebracht wird und dem Käufer einen kühlen Genuss beschert.
Autor: Sandra Müller
Email: vz(at)hub-eisenach.de




