Der vor wenigen Jahren erstmals kommerziell eingeführte Netzstandard namens UMTS weist gegenüber seinem nachwievor genutzten Vorgänger GSM schwerpunktmäßig folgenden Vorteil auf: Während GSM unter Zuhilfenahme des Datendienstes GPRS maximal 53,6 Kbit/s (downstream) übertragen kann, erfolgt der Datenempfang im Falle von UMTS bereits in dessen Grundform mit bis zu 384 Kbit/s – was immerhin der sechsfachen ISDN-Geschwindigkeit entspricht. Folglich überrascht es nicht, dass seit der UMTS-Einführung vornehmlich das mobile Internet (UMTS Flatrate) stark an Bedeutung gewonnen hat. Dieses Feature lässt sich auf zwei verschiedene Arten nutzen: Entweder erwirbt der Anwender eine sogenannte Datenkarte, die er in seinem Notebook nutzt (alternativ werden mittlerweile auch USB-Sticks oder ähnliches angeboten), oder er greift mittels eines UMTS-fähigen Mobiltelefons auf das World Wide Web zu. In beiden Fällen spielt die Tarifierung natürlich eine große Rolle. Denn mobiles Internet via UMTS ist kein kostenloser Dienst, der beim Abschluss eines gewöhnlichen Mobilfunkvertrages mit inbegriffen ist. Stattdessen bedarf es für die effiziente Nutzung eines gesonderten Datentarifs. Während dieser insbesondere in der Anfangsphase nach dem UMTS-Start häufig extrem teuer war – wenige hundert Megabyte an Freivolumen kosteten oftmals 30 € oder mehr – sind viele Mobilfunkanbieter mittlerweile dazu übergegangen, sogenannte UMTS-Flatrates anzubieten. Diese sind ähnlich wie ihr DSL-Pendant aus der Festnetztelekommunikation gestaltet und ermöglichen unbegrenztes Surfen zu jeder Tages- und Nachtzeit. Im Gegenzug entrichtet der Kunde einen monatlichen Fixbetrag, der unabhängig von seiner tatsächlichen Nutzung immer identisch ausfällt. Dank solcher UMTS-Flatrates hat sich der neue Netzstandard mittlerweile zu einer durchaus attraktiven Alternative zu DSL entwickelt. Zwar sind die grundlegenden Probleme – im Vergleich schlechter Netzausbau, sowie teilweise starke Geschwindigkeitseinbußen – nachwievor präsent; zumindest in preislicher Hinsicht gibt es dafür jedoch keinerlei Grund zur Beanstandung mehr. Denn: Eine UMTS Flatrate kostet mittlerweile (je nach Anbieter) zwischen 25 € und 40 € monatlich. Dies sind verglichen mit DSL-Komplettpaketen zwar nachwievor erhöhte Preise; in Anbetracht des hohen Grades an Mobilität bei der Nutzung des Internetzugangs allerdings durchaus gerechtfertigt.
Autor: Torsten Heinsius
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